Am Sonntag, 18. Juli, geht es in Hamburg um das wertvollste und populärste deutsche Pferderennen, das Deutsche Derby. Es ist schon die 141. Austragung dieses 1869 gegründeten Turf-Klassikers. 770.000 Euro an Rennpreisen und Prämien sind zu gewinnen und eine spätere Karriere in der Zucht. WHS ist prominent dabei, denn der höchsteingeschätzte deutsche Teilnehmer im Rennen ist Zazou, der Star im vierbeinigen Aufgebot unseres Stalles. Aber es wird spannend, denn 19 Gegner gilt es auf der 2400 Meter-Strecke zu schlagen.
Darunter sind zwei äußerst starke Gäste aus englischen Trainingsställen:
Buzzword im Besitz des pferdebegeisterten Herrschers von Dubai und Monterosso, ein Hengst, der dem Sohn des Scheichs gehört.
Bei seinen acht bisherigen Starts in Deutschland und in Paris hat Zazou viermal gewonnen und sehr starke Platzierungen gesammelt, über 200.000 Euro dabei "verdient". Zuletzt gewann er die traditionell wichtigste Derbyvorprüfung, das Oppenheim-Union-Rennen in Köln, wobei er mit seinem ungewöhnlich explosiven Beschleunigungsvermögen die Zuschauer von den Sitzen riß.
Zazou ist ein Name, der für "beschwingte Lebensart" steht. Werner Heinz:
"Das ist genau mein Ding. Deshalb der Name." Im IDEE 141. Deutschen Derby wird es aber voraussichtlich nichts werden mit entspannter Beschwingtheit, da muß Zazou gegen diese Gegner alles geben. Damit er sein Bestes auch "auf die Piste bringt", sein ganzes Potential an den Tag legt, wurde der Weltklassejockey Olivier Peslier, vielfacher französischer Meister, für den Ritt auf Zazou engagiert. Werner Heinz: "Er ist unter den Guten einfach der Beste und war bei meinen größten bisherigen Rennsiegen im Sattel. Deshalb mußten wir ihn für diesen Tag haben."
Im Deutschen Derby kann ein Pferd nur einmal in seinem Leben starten, nämlich dann, wenn es dreijährig ist. Es gibt keine Wiederholung, keine Revanche, in zweieinhalb Minuten ist alles entschieden. Da muß der Jockey gleichermaßen erfahren und auf Draht sein, und topfit. In einem Sekundenbruchteil kann der Sieg verloren werden, deshalb ist die Klasse des Jockeys oft so wichtig.
WHS hat das "klassischste der klassischen Rennen" bereits im Jahre 2003 einmal gewonnen, mit dem Hengst Dai Jin, (unter Olivier Peslier!). Werner Heinz wurde dadurch zum bestaunten Shooting Star im Lager der deutschen Rennstallbesitzer und großen alten Gestüte. Als Besitzer des Siegers hielt er ein Jahr später denn auch die traditionelle Derbyrede und erschreckte die Szene mit einigen seiner frechen Anmerkungen. Am Sonntag gegen 17.30 Uhr entscheidet sich, ob es zu einer Neuauflage kommt. |